Das Vokalensemble „Wörthissimo“ und der Männergesangverein des MGV Wenzenbach beeindruckten in St. Peter. Die Zuhörer spendeten viel Applaus.
Von Ralf Strasser, MZ
Wenzenbach. Außergewöhnliche Musik contra gutes Wetter. Klarer Sieger: die konzertante Variante im Reigen der Wohlfühlelemente machte das Rennen. Am Sonntag drängten sich die Zuhörer in der Pfarrkirche St. Peter in Wenzenbach, um sich einen Hörgenuss der Extraklasse nicht entgehen zu lassen.
Zum einen vorgetragen vom Männerchor des MGV Wenzenbach und zum anderen mit dem gemischten Vokalensemble „Wörthissimo“, zwei Chöre, die in der Region „ein echtes Pfund“ in der Chorlandschaft darstellen und mit vielen musikalischen Ausrufezeichen ausgestattet sind.
Eine Idee wurde jetzt realisiert
Beide Chöre trugen eines von drei gemeinsamen geistlichen Konzerten in Wenzenbach vor, das in der Tat alle Vorschusslorbeeren bestätigte. „Die Idee zu einem gemeinsamen Konzert ist schon alt, geboren aus vielen Auftritten, die wir zusammen bestritten“, erklärte der Vorsitzende des MGV, Dr. Rudolf Ebneth.
Herausgekommen sind eben die Konzerte in Wörth und in Wenzenbach, die in einem Finale am 19. Oktober in der Klosterkirche Windberg enden werden. „Breit gefächert“, beschrieb Dr. Ebneth das Programm und versprach eine Zeitreise vom 15. Jahrhundert bis ins Hier und Heute mit zeitgenössischer Musik.
Ein interessantes Programm
Anregend und besinnlich sollte der Chorgesang werden, mit der Tendenz, die Seele zum Baumeln zu bringen. Kraftvoll und mit stimmlicher Einheit begannen die Sänger des MGV unter der Leitung von Helmut Eindorfer mit „Hymnus“ von Friedrich Silcher und gaben damit die Richtung vor in der Spanne von Romantik bis Spiritual. Und erneut bewies der Männerchor aus Wenzenbach, dass seine stimmliche Präsenz durchaus mit dem Prädikat „außergewöhnlich“ behaftet ist.
„Beeindruckend“, urteilten auch die Konzertgäste, was auch an der Auswahl der vorgetragenen Stücke lag, unter anderem das „Kyrie“ und „Sanctus/Benedictus“ von Franz Josef Stoiber. Neben dem Männerchor gab es ein zweites, gleichwertiges Leuchten in der Chorwelt.
Das Vokalensemble „Wörthissimo“ aus Wörth eroberte sich von der ersten gesungenen Note an die Herzen der aufmerksamen Zuhörer. Unter der Leitung von Andrea Feldmeier spannte der gemischte Chor den Bogen weiter zu geistlicher Musik. Vorgetragen mit ausgebildeten Stimmen, verzauberten die Sängerinnen und Sänger mit Musik von Giuseppe Pitoni, Karl Jenkins, Zoltán Kodály oder Andrew Lloyd Webber, sowohl im Chor, Quartett als auch als Solisten.
Eine gute Zukunft
Nach eineinhalb Stunden entließen die beiden Chöre aus Wörth und Wenzenbach ihre Zuschauer aus ihrem Bann mit Musik im Doppelpack und der Gewissheit, dass Chormusik in der Region eine gute Zukunft hat.